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WALTER ROLAND

 

Walter Roland wurde in Ralph, Tuscaloosa County in der Nähe von Birmingham, Alabama am 20. Dezember 1902 oder am 4. Dezember 1903 geboren. Seine Eltern hießen Della und Grant Roland. Sein Vater war von Beruf Maurer.

Walter Roland erschien zuerst im Kreis der Bluesmusiker von Birmingham während der 1920er-Jahre, wo er angeblich bereits damals die Bluessängerin Lucille Bogan kennen lernte, die später auch unter ihrem Pseudonym “Bessie Jackson” bekannt wurde.

Schon vor seinen ersten Schallplattenaufnahmen im Jahr 1933 war Roland ein versierter Musiker mit eigenem, ausgeprägtem Stil - ein kompetenter und vielseitiger Pianist, dessen musikalisches Angebot den langsamen Blues wie flotte Boogie-Woogie-Nummern umfasste. Er war auch als gut ausgebildeter Gitarrist bekannt und besaß eine kraftvolle Gesangsstimme. Angeblich konnte er auch Harfe spielen.

Zwischen 1933 und 1935 fuhr Walter Roland dreimal nach New York um etwa 50 Stücke aufzunehmen, unter ihnen waren die bekannteren Titel wie No Good Biddie, Jookit Jookit, Piano Stomp, Whatcha Gonna Do und Big Mama. Im gleiche Zeitraum begleitete er Lucille Bogan, Sonny Scott und Josh White bei Plattenaufnahmen. 

 

 

 

Anfang der 1930er-Jahre lebte Walter Roland mit seiner zweiten Frau zusammen. Gemeinsam hatten sie zwei Töchter.

Nach 1935 jedoch verschwand Roland völlig aus der Öffentlichkeit. Um 1950 wurde er Bauer und in den 1960er-Jahren soll er für mehrere Jahre als Straßenmusiker gearbeitet haben. Leider verlor er sein Augenlicht, als er einen Nachbarschaftsstreit schlichten wollte und versehentlich von einer Schrotmunition getroffen wurde.

In den späten 1960er Jahren zog Roland nach Fairfield, Alabama, wo er von seinen Töchtern für den Rest seines Lebens versorgt und gepflegt wurde. Er starb am 12. Oktober 1972 in Fairfield an Lungenkrebs.

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